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Autor Thema: Es schneite und keiner wollte funken...  (Gelesen 110 mal)
wicki
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« am: 22.Februar.2026, 12:59:52 »

Hallo Leute!

Wiedermal ein Erlebnis aus meiner Zeit auf der Straße:

Freitag wars, der 20-02-2026 und es schneite in ganz Österreich...
Ich bin um 9:00 in Sattledt (Oberösterreich) nach Hause (Lieboch bei Graz) gestartet.
Schneefahrbahn, Pyhrnautobahn (A9), ging gar nicht mal so schlecht, bis etwa zwischen Kalwang / Traboch,
Mehrfachunfall mit LKW und PKWs - ich komm mit hunderten (tausenden) anderen Fahrzeugen (erste Spur nur LKWs) zum Stillstand.
Ö3 Verkehrsmeldung klärt irgend wann auf, die Asfinag App weiß nix davon, selbst nach 1 Stunde noch immer keine Info auf Asfinag App.
Die Zeit vergeht, ich stell den Motor ab (hab noch für 600km Diesel im Tank, deshalb tanke ich immer schon wenn der Tank halb leer ist),
ca alle 15-20 Minuten starte ich den Motor für 5 Minuten und schalte die Sitzheizung ein, zusätzlich habe ich eine Decke über die Oberschenkel gelegt,
ich hab eine gute Fleece Jacke und eine Softshell Jacke an, Zuckerl, Müsliriegel und genügend Mineralwasser an Bord.
Seit ich in Sattledt gestartet bin hab ich mein CB Gerät (CRT Mike II BlackBox-CB-Multinormgerät vom: https://www.ifs-funkshop.eu/produkt/crt-mike-ii-blackbox-cb-multinormgeraet/ )
am laufen und scanne alle 40 Kanäle - das Gerät schweigt, es funktioniert aber sicher, hatte erst am Vorabend QSO mit Apollo13.
Ich hab noch das PNI HP82 an Bord und mach einen kurzen Test ob den mein CRT wirklich funktioniert - ja tut es, also liegt es doch an den fehlenden Funkern.

Das Schneechaos hat zugeschlagen, obwohl ich sagen muss:
So viel Schnee war das gar nicht, in Sattledt hatte ich ca 15cm, bei Traboch grad noch 5cm, bei Graz dann noch vielleicht 3cm - also warum soll da ein Chaos sein?
Vielleicht weil manche SUV Typen mit 130 auf der Schneefahrbahn oder Schneematsch dahin donnern...?
Oder LKW und Bus Fahrer, die unbedingt auf der beengten Autobahn (Schneekrusten am Fahrbahnrand) mit 95kmh andauernd PKW überholen müssen...?
Oder LKW - vorwiegend aus Osteuropa - ohne Schneeketten und teils sogar mit Sommerreifen auf Schnee unterwegs sind...?
Oder weil uns das Wetter seit Montag angekündigt wurde, und jetzt alle ach so "überrascht" vom Schnee sind...?

So bin ich da gut 4 Stunden zwischen Mautern und Traboch gestanden, insgesamt bin ich um 9:00 in Sattledt losgefahren
und um 16:30 in Lieboch angekommen, normal brauch ich dafür gut 2 Stunden - am Freitag waren es 7:30.
Kein einziges Funksignal war zu hören, weder AM noch FM, nicht nur gescannt sondern auch selbst immer mal ein CQ gerufen (auf 9 und 19, AM und FM).

Leute, was ist los mit den Funkern.
Da liest man welch tolle Verbindungen die Leute haben, aber in einem "Schneechaos", wo hunderte - nein - tausende LKWs und PKWs
stundenlang im Stau stehen, 30000 Haushalte ohne Strom sind - also sich die Situation schon Richtung Katastrophe verlagert - da funkt keiner?
Da wird über Katastrophenfunk geschrieben, und ob man sich wie ein Amateurfunker verhalten soll / muss - aber im Real Fall schaltet keiner seine Kisten ein?
Da wird über Gateways und Rundsprüche diskutiert, aber wenn´s dann mal etwas ernster wird funkt keiner mehr?

Wie soll das dann in einer schweren Überschwemmungslage oder Erdbeben Szenario dann abgehen?
Sind dann alle Funkohren taub?
Wann beginnt denn ein Notfall / Katastrophenfall das endlich die Funkgeräte eingesetzt werden?

Ich bin wirklich enttäuscht von der Funkwelt!
Ich hoffe diese Zeilen regen doch den Einen oder Anderen dazu an, sein Kasterl grad in solchen Situationen zu starten um eventuell einen
bedürftigen Hilfe leisten zu können.
Ich hatte keine Hilfe notwendig, ich bin einigermaßen gute ausgerüstet, aber hunderte und tausende sind das nicht.

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wicki
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Wenn Du immer Stimmen hörst, aber niemanden siehst - könnten das Funker sein...
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« Antworten #1 am: 22.Februar.2026, 14:02:22 »


Da liest man welch tolle Verbindungen die Leute haben, aber in einem "Schneechaos", wo hunderte - nein - tausende LKWs und PKWs
stundenlang im Stau stehen, 30000 Haushalte ohne Strom sind - also sich die Situation schon Richtung Katastrophe verlagert - da funkt keiner?
Da wird über Katastrophenfunk geschrieben, und ob man sich wie ein Amateurfunker verhalten soll / muss - aber im Real Fall schaltet keiner seine Kisten ein?
Da wird über Gateways und Rundsprüche diskutiert, aber wenn´s dann mal etwas ernster wird funkt keiner mehr?

Wie soll das dann in einer schweren Überschwemmungslage oder Erdbeben Szenario dann abgehen?
Sind dann alle Funkohren taub?
Wann beginnt denn ein Notfall / Katastrophenfall das endlich die Funkgeräte eingesetzt werden?

Ich bin wirklich enttäuscht von der Funkwelt!
Hallo Wicki

Da muss ich Dir leider zu 100% recht geben. Das ist aber nicht nur am Freifunk(CB, PMR) so, auch am 2m/70cm Band war Funkstille bei dem Sauwetter. Bei mir läuft ständig der Relaisscanner mit. Am späteren Abend haben sich ein paar Funkamateure beschwert, dass ihre Langdrahtantennen unter der Schneelast bis auf den Boden hängen, oder ein paar Radiale abgebrochen sind. Sonst war da nix weiter zu hören.
Es gibt im ganzen Land glaube ich, kein Fleckchen wo nicht über Not- und Katastrophenfunk geredet und stundenlang diskutiert wird. Aber es geht dabei nicht um das Miteinander in den Vordergrund zu stellen, sondern es geht ausschließlich um Legalität und Illegalität, wer wem etwas anschafft, um Rangordnung und um lückenlose Dokumentation. Wenn es aber dann mal ernst wird, ist es ziemlich still. Für mich sind das alles nichts als Wichtigmacher und Moralprediger, mehr ist da nicht.

In Deinem Fall hätte es vermutlich gar keine Hilfeleistung via CB Funk gebraucht, alleine zwei oder drei Funkpartner für ein paar Gespräche hätten schon gereicht um Dir die lange Wartezeit im Fahrzeug zu verkürzen. Das nächste Mal weißt Du, dass Du via Funk nichtmal als Zeitvertreib in der "Not" mit Unterstützung rechnen kannst. Da hilft auch keine Lizenz, denn dort ist auch Funkstille wenn es darauf ankommt.

73 Hans
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« Antworten #2 am: 22.Februar.2026, 14:49:11 »

Sers Wicki

Die Frage wäre auch wie weit man mit  "CB-Funk" im Schneetreiben sende und empfangsmäßig kommt. Ich denke mir, daß Schneefall  an sich Auswirkungen auf den Funk hat.
In Wien war vermutlich auch nix los, aber mit meiner Heizkörperantenne in Oe1 empfange ich sowieso nur 10% von dem was da ist, von Senden ganz zu schweigen.
Vielleicht hatten die Funker auch zu Hause genug zu tun was im " Notfall " auch zu vermuten ist, sind bei der FF, RD oder so.........
Wäre ich in Oe4 gewesen hätte ich auch keine Zeit zum Funken gehabt.

73 helmut
« Letzte Änderung: 22.Februar.2026, 15:06:24 von Frequenzwaschl » Gespeichert
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« Antworten #3 am: Heute um 06:48:38 »

Guten Morgen,

das da niemand reingerufen hat liegt wohl auch daran, dass nicht jeder Notstromversorgt ist. Oder die uralten Funkgeräte, die in diversen Kellern lagern, nicht weiter als 2 km rauskommen. Die FF waren massiv ausgelastet, sicher auch ein Grund. Bei einem Telefonat mit A1 am Freitagmorgen wurde mir gesagt, dass bereits die ersten Mobilfunkzellen wegbrechen. Da hätte ich mir schon erwartet, dass am Funk sich etwas tut.
Andererseits: was hat man dann zu besprechen? "I hob kaan Strom, du  a ned?" Oder eher regionale Themen a la "in der Gemeinde xxx kannst dich im Feuerwehrhaus/Gemeindeamt/... aufwärmen"?

@Hans: die Dokumentation beim Not/KAT-Funkverkehr ist gesetzlich vorgeschrieben. Das hat auch den Hintergrund, das man später nachvollziehen kann, was abgelaufen ist. Entweder schriftlich oder mit Tonaufzeichnung.

73 Martin
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wicki
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« Antworten #4 am: Heute um 20:48:07 »

Also:
Wie ich schon geschrieben habe, brauchte ich keine Hilfe.
Obwohl ich im nachhinein in der Zeitung lesen konnte dass die Rettung mit Tee und Decken zu den Staustehern gekommen sind - ich hab keinen gesehen, hat auch keiner an meine Scheibe geklopft und mit einer Decke gewunken.
Sicherlich gab es Sendeweiteneinschränkungen mit dem Schneesturm der teilweise zwischen Mautern und Traboch war, aber wären Funker im Stau gestanden hätten man doch einige Kilometer damit erreichen können.
Und ja, einige waren bei Feuerwehr und Rettung im Einsatz - vielen Dank an dieser Stelle an all diese Freiwilligen die das tun!

Aber mir stellt sich viel mehr die Frage:
Wo sind denn all die ganzen Funker, wenn man zwischen tausenden Fahrzeugen steht und keiner funkt (SUV, echte Geländewagen, Schrottkarren, Paketdienste, Autobusse, Trucker,...)
Hat den unter tausenden Fahrzeugen denn keiner mehr ein Funkgerät an Bord?
Schon bei meinem letzten Bericht von Kontrolle durch Finanz an der Grenze, da hat mir der Finanzer auch erzählen wollen dass die Rumänen und Bulgaren und... alle sich mit den Funkgeräten koordinieren - dann musste ich dem Typen aber schon mal sagen dass das nicht stimmen kann, denn wenn ich 7 Stunden nach Vorarlberg fahre, und am, Freitag wieder 7 Stunden zurück, und ich nicht einen Funkspruch höre, dann sagt es mir: die Rumänen (und ihre Kollegen) funken vielleicht auf 2m mit Billiggeräten oder haben vielleicht noch die Funkantennen am Fahrzeug, kommunizieren aber nur noch übers Handy.

Ja was hat man am Funk schon zu besprechen? Was quatscht ihr den so am Funk die ganze Zeit?
Was fragt den ein Funkamateur wenn er endlich eine Verbindung mit Brasilien hat? Ob die Bananen schon gelb und krumm sind? Ist doch egal was gequatscht wird.
Und wenn so einer Großverkehrslage ist, hat man sicherlich einiges zu sprechen - schon mal um die Zeit rum zu kriegen, oder eventuell eine Staumeldung bei einen Schleichweg.
Wie man sieht kann man sich ja auf die Asfinag App nicht verlassen.

73 klaus
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