Grüß Euch!
Hier noch eine Idee (nicht von mir) die auch ein "Einzelkämpfer" in Zusammenarbeit mit seiner Gemeinde durchführen könnte. Ich arbeite selber gerade an der Zusammenstellung einer vorführbereiten Anlage. Bitte keine Schnappatmung bekommen, es handelt sich dabei um einen Notfallradiosender, wie er in einer Stadt in der Steiermark schon erprobt und einsatzbereit ist.
Beim "Blackoutpapst" Herrn Saurugg gibt es nähere Info`s darüber:
https://www.saurugg.net/2019/blog/krisenvorsorge/konzept-lokale-notradiosender-fuer-den-fall-eines-weitreichenden-infrastrukturausfallsDie freie Stadt Feldbach hat das Konzept schon verwirklich.
https://www.saurugg.net/wp-content/uploads/2019/05/Konzept-Lokale-Notradiosender-Blackout-neutral.pdfIn der PDF findet Ihr die Abbildung 3: Skizze Bestandteile eines Notradiosenders. Mein Notradiosender ist einfacher gestrickt, ich setze statt der 5GHZ W-Lan Verbindung einfach PMR446 Funkgeräte und verzichte auch auf den RDS Teil. Wenn die Gemeinde einsteigen will, kann man das noch immer andenken.
Auch ist das kein Husch-Pfusch Projekt, alleine die eine temporäre (kostenpflichtige) Bewilligung für eine Testabstrahlung laut § 4 TKG 20033 muß eingeholt werden.
Beachte Absatz 2.2 Rechtliche Rahmenbedingungen der PDF "Konzept-Lokale-Notradiosender-Blackout-neutral.pdf"
Und, nein, ich setz mich jetzt nicht hin und sende einfach mal so im UKW Band, nur weil ich es könnte. Ohne der Bewilligung gemäß § 3 Abs 5 Privatradiogesetz für die Testaussendung wird mein Radiosender nicht in Betrieb gehen. Habe keine Lust auf einen Besuch der Fernmeldebehörde (die da anders agiert als wenn du mal mit einem 7300er am CB Band Unfung treibst)
Deshalb auch die Zusammenarbeit mit der Gemeinde, die darf sich um den rechtlichen Aspekt der Testaussendung kümmern.
Der Radiosender selber kann 1W/7W Ausgangsleistung, umschaltbar. Vorne befinden sich 3 Taste, Aus/Ein und Up & Down für die Sendefrequenz. Zusätzlich gibt es je eine Klinkenbuchse links und rechts sowie für jede Buchse einen Regler für den Pegen. Eingang Links ist für Audio, Eingang Rechts für`s Mikrophon. Hinten gibt`s noch den Antennenausgang TNC und den Eingang für die Stromversorgung 12V.
An der Buchse für Audio wird ein PMR Gerät angeschlossen. Dessen Aufgabe es ist die Sendung aus dem Krisenkommunikationszentrale der Gemeinde zu enpfängen und an den Sender weiterzugeben.
Stromversorgung ist aktuell mit 12V 30Ah LiFePo4 Akku vorgesehen, Ev. kommt da noch eine PV Stromversorgung dazu. Der Akku versorgt Sender und PMR Gerät mit dem passenden Strom (vergleiche meinen Thread
https://www.cb-funk.at/forum/index.php/topic,1845.0.html)
In Ausarbeitung ist noch die Anlage für die Krisenkommunikationszentrale der Gemeinde. Hier brauche ich ein MP3 Aufzeichnungsgerät für eine Aufzeichnung und eine Umschaltanlage MP3/Mikrophon damit entweder die Dauerschleifenaufzeichnung oder einen frei gesprochenen Text bei Neuigkeiten übertragen werden kann.
Der große Vorteil der Information der Bevölkerung via Radiosender ist natürlich, Radios sind wesentlich öfter in den Haushalten als PMR oder CB Funkgeräten. Wenn kein Radiosender im Haus, so ist in praktisch jedem KFZ einer drinnen.
Die ganze Notradiosendeanlage passt in einen relativ kleinen Koffer, kann so zB. im Rathaus gelagert werden und bei Bedarf einfach auf einen Turm in der Gemeinde gebracht und sendebereit gemacht werden.
Im Bild unten ist der Notradiosender im Größenvergleich mit meiner Albrecht AE 5890
73 Günter