Neue CB-Funknorm AM-FM-SSB

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skydiver:
Ungesetzliches

@ sputnik1
Du schreibst es ja selbst - für Zwecke des Amateurfunks zu modifizieren - also nicht für CB Funk.

Seit Jahren ist weltweit privater Funkbetrieb außerhalb der dem CB-Funk zugeteilten Frequenzen zwischen 26 und 28 MHz zu beobachten. Eine aktive Nutzung solcher nicht zugeteilter Frequenzen stellt in Deutschland auch nach meinen  Recherchen in Österreich  eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit Geldbuße geahndet werden kann. Gleiches gilt für die Verwendung von Sendeleistungsverstärkern (umgangssprachlich Brenner oder Oma). Außerdem werden auch häufig modifizierte 10-Meter-Band-Amateurfunkgeräte verwendet, ein Sendebetrieb im CB-Funk ist damit auch für Funkamateure unzulässig. Es gibt derzeit (Mai 2013) kein kommerziell gefertigtes Amateurfunkgerät welches die grundlegenden Anforderungen an die gesetzlichen Bestimmungen für CB-Funkgeräte erfüllt und dafür die erforderliche Hersteller- Freigabe und berechtigte CE-Kennzeichnung hat.

Funkamateure genießen im CB-Funk keinerlei Sonderrechte. Im Gegenteil, es kann bei Zuwiderhandlung gegen die CB-Funk-Verfügung oder Sendebetrieb auf nicht für den CB-Funk oder Amateurfunk freigegeben Frequenzen unter Umständen sogar viel eher ein vorsätzlicher Verstoß gegen die gesetzlichen Bestimmungen unterstellt werden.  Verfahren wegen Verstößen gegen die einschlägigen Funkvorschriften können aufwändig und langwierig werden und sind ohne fachkundige juristische Hilfe schwer zu gewinnen.

Es besteht noch sehr viel Aufklärungsbedarf bei den CB Funkern was die Vorschriften angeht. Manch einer legt die Vorschriften so aus wie er es gern hätte,
aber nicht wie sie richtig zu Interpretieren sind. Ich schließe mich da selbst nicht aus. Ich versuche aber mich richtig zu Informieren.

73 skydiver

Ganymed:
10.04.2014

Österreich: Betrieb von CB-"Mehrnormengeräten" weiterhin verboten

Auch nach der Freigabe der Modulationsarten AM und SSB ist in Österreich der Betrieb von CB-"Mehrnormengeräten" offensichtlich weiterhin verboten.

Wie die Salzburger Funküberwachung einem CB-Funker auf Anfrage mitteilte, dürfen in Österreich nach wie vor nur solche CB-Funkgeräte betrieben werden, die ausschließlich über 40 schaltbare Kanäle verfügen. Der Betrieb von Geräten, bei denen (z.B. über Tastenkombinationen oder interne Jumper) die Kanalzahl oder die Sendeleistung erhöht werden kann, sei nicht erlaubt.

Diese restriktive Rechtsauslegung, die in Europa einmalig ist, praktiziert die österreichische Fernmeldeverwaltung bereits seit Jahren. Sie stützt sich dabei offenbar auf die Verordnung zur Erteilung genereller Genehmigungen. In deren Anlage ist ein Passus enthalten, aus dem u.a. hervorgeht, dass Funkgeräte, für die eine "generelle Bewilligung" erteilt wurde, so konstruiert sein müssen, dass ein Betrieb ausschließlich im Rahmen der für das Gerät geltenden "Schnittstellenbeschreibung" möglich ist. Weil die österreichische Schnittstellenbeschreibung für CB-Funkgeräte nur den Frequenzbereich 26960 bis 27410 kHz vorsieht und "Mehrnormengeräte" aufgrund ihrer Konstruktion auch außerhalb dieses Bereichs betrieben werden können, hält die österreichische Fernmeldeverwaltung den Betrieb solcher Geräte offenbar für unzulässig.

Wer in Österreich eine Funkanlage ohne "Bewilligung" errichtet oder betreibt, der begeht eine "Verwaltungsübertretung" (ähnlich der deutschen "Ordnungswidrigkeit"). Eine solche "Übertretung" kann gemäß § 109 des österreichischen Telekommunikationsgesetzes mit Geldstrafe bis 4000 Euro bestraft werden.

- wolf -

© FM-FUNKMAGAZIN
www.funkmagazin.de

Dieser Beitrag darf ungekürzt und mit Quellenangabe in nichtgewerbliche Medien (z.B. CB-Clubzeitungen, CB-Rundsprüche, CB-Packet-Radio) übernommen werden.


Danke Wolfgang Fricke für deinen Bericht

Cobra-X:
Ja, ja.
Die sind Alle sehr lustig bei der Behörde!

Das wäre in etwa so, als würde man sagen:
Mit dem Führerschein könnt Ihr Auto fahren, aber nur, wenn es 3 Antriebsräder hat. :o

Krampfader:
Mal abgesehen von den Herstellern:

Welcher Fachbetrieb wäre imstande und auch befähigt z.B. dieses Gerät hier dahingehend umzubauen sodass es legal in Österreich betrieben werden darf, siehe: http://www.pmr-funkgeraete.de/Funkgeraete/Amateurfunk/Mobilgeraete/CRE-8900-10m-AM-FM-SSB-Mobilgeraet::6653.html

Eventuell könnten wir ja eine Sammelbestellung aufgeben ...

Wäre das nicht eine Möglichkeit?

Grüße

Andreas

sputnik1:
In den 90er Jahren hatte ich eine Freecit JC2204 als Mobilfunkgerät mit Postpickerl, die hatte auf einer Seite eingelötete Dioden die nur auf der 2 Seite ebenfalls mit der Platine zu verbinden waren und man hatte über 200 Kanäle.

Betrifft das Verbot dann nur umsteckbare Jumper oder auch Lötbrücken die geschlossen werden müssen, finde das sehr spannend wie die das Gesetz auslegen..
Verstehe nicht warum ein Siegel eines Fachbetriebes nicht ausreichen könnte..
LG

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