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Hauskanäle => Notfunk => Thema gestartet von: Atlantis am 10.Oktober.2021, 12:55:30



Titel: Geringe Beteiligung an den Notfunkübungen
Beitrag von: Atlantis am 10.Oktober.2021, 12:55:30
Grüß Euch!

Ich habe im Juni 2020 eine Notfunkübung ins Leben gerufen. https://www.cb-funk.at/forum/index.php/topic,1243.0.html die war meines Ermessens eigentlich sehr erfolgreich (obwohl sie nur für einen Teil von NÖ ausgerufen war).
Im Oktober 2020 haben uns die Funkamateure zu ihrer Notfunkübung "Austria Off-Grid" (https://www.cb-funk.at/forum/index.php/topic,1287.0.html) eingeladen. Ebenso diesem Oktober zur Notfunkübung "Land unter" (https://www.cb-funk.at/forum/index.php/topic,1426.0.html, ok, diesmal wieder nur NÖ & Wien)
Bei den beiden von den Funkamateuren ausgeschriebenen Notfunkübungen konnte/mußte ich eine sehr geringe Beteiligung von Seiten der CB Funker feststellen.

Woran liegt dies? Zwei Antworten habe ich schon abseits des Forums bekommen: 1) Keinerlei Interesse an gemeinsamen Übungen AFU & CB; 2) Uninteressantes Thema (schon wieder Wasserstandsablesung), ich hätte lieber das Thema ... gehabt.

Was ist Eure Meinung dazu & wie können wir die Beteiligung an Übungen (& auch Events) verbessern? Ist die Vorfeldkommunikation zu schlecht? Der Ankündigungszeitraum zu gering?...
Bitte gerne auch Deine Gedanken dazu als Beitrag unten kundtun.

73 Günter


Titel: Re: Geringe Beteiligung an den Notfunkübungen
Beitrag von: Frequenzwaschl am 10.Oktober.2021, 14:30:28
Serwas Günter

Ich denke das ist nicht das "Thema" der Notfunkübung sondern eher die Bequemlichkeit/ Desinterrese mancher CB-Funker, bei den Amateufunkern liegt die Sache etwas anders, irgentwie eine ( kleine) Verpflichtung da mit zu tun.

Eigentlich ist es ja egal ob ich Funke, der Wasserstand ist gestiegen, der Waldbrand kommt näher oder der Schee liegt 3m hoch auf meinem Dach usw. Aber es hat wenig Sinn zumindest für mich dazu auf einen Berg zu fahren, damit ich überhaupt eine Verbindung bekomme.
Bei den Funkamateuren liegt die Sache sicher anders, denn sie bekommen auch von ihrem "Funkraum" eine gute Verbindung zur Leitstelle bzw von ihrem gewählten Standort/ Beobachtungspunkt Aufgrund ihres technischen Equipment was natürlich realitätsnäher ist.

Im südl. Bgld bei mir kann ich leider keine Funksprüche Richtung NÖ absenden, da die Leistung zu schwach, die Entfernung zu weit ist. ( doch eine CB-Richtantenne für den Bedarfsfall instalieren ? )

Vermutlich liege ich auch Funktechnisch ungünstig, da ich gestern SA zwischen 1400 und 1600 kein einziges CB-Funkgespräch aufnehmen konnte, geschweige denn eines gehört habe, außer 2 Jäger auf PMR446 die ich aber nicht unterbrochen habe.

Am Thema liegt es sicher nicht.

73 helmut


Titel: Re: Geringe Beteiligung an den Notfunkübungen
Beitrag von: Nebi am 10.Oktober.2021, 16:44:44
Traurigerweise muss ich da dem Kollegen Frequenzwaschl recht geben.
Im Shack habe ich immer den CB Funk mitlaufen. Selten das da ein QSO zu stande kommt. Die Geographische Umgebung passt leider nicht. Ihn Wien macht der CB Funk schon mehr sinn da der Funkweg zur Hilfe nicht doch so weit weg ist und es keine Hügel gibt.
Am Amateurfunk hat man in der Hinsicht weder auf der KW noch auf UKW Probleme da es selten ist das man nicht einen von den vielen Relais Funkstellen erreicht.

Bei einer Übung halte ich es für unrealistisch auf einen Berg zu fahren um überhaupt mit jemandem funken zu können. Im Ernstfall lässt man ja auch nicht alles liegen und fährt auf einem Berg um einen Notruf ab zu setzen den wo möglich keiner empfängt weil kein anderer in einem Not fall am Berg steht um zu horchen und dann eh keine Hilfe leisten kann.
Interessanter wäre es schon wenn es auch für den CB Funk Relais geben würde die ein großes Gebiet abdecken würden. Dann würde es Sinn machen den Not Funk zu üben.


Ich bin immer sehr erfreut wenn sich Atlantis für den Notfunk am CB so einsetzt.


Titel: Re: Geringe Beteiligung an den Notfunkübungen
Beitrag von: Mup-Home am 11.Oktober.2021, 05:55:27
Ich würde einfach sagen das CB-Funk einfach TOT ist,auch wenn jetzt der eine oder andere aufschreit...es ist einfach Tatsache und das sollte mann sosehr es mich auch schmerzt zur Kenntnis nehmen!
Ich für meinen Teil habe es schmerzlich akzeptiert und werde meine Sachen wieder auf den Markt werfen, es gibt einfach viel zu wenige das es auch Spaß macht und diese wenigen sind über ganz Ö verstreut, zu weit auseinander um vernünftige QSO´s zu führen(bei durchschnittlich S8 an Matsch!!!)
Gruß Peter


Titel: Re: Geringe Beteiligung an den Notfunkübungen
Beitrag von: Frequenzwaschl am 11.Oktober.2021, 08:14:16
Sers Peter

Gehört zwar nicht zum Thema aber:

Cb ist nicht tot, das merkt man am besten, wenn Veranstaltungen wie Österreich Funkt usw. im Forum hier bekannt gemacht werden. Da habe ich auch meine Erfolge mit Verbindungen bis zu 90 km Entfernung mit postalischen Geräten. Da sind aber die meisten Teilnehmer irgentwo am Berg, dann funktioniert es auch bei mir vom " Funkwohnwagen ( kann nicht bewegt werden " " aus recht gut.

Geräteverkauf: da wäre mir leid ums Geld, die Hälfte Wertverlust wäre einzukalkulieren, da bunkere ich lieber vieleicht für den "Notfall" der hoffentlich nie kommen wird.

73 helmut


Titel: Re: Geringe Beteiligung an den Notfunkübungen
Beitrag von: Atlantis am 11.Oktober.2021, 08:34:14
Grüß Euch,
Als Tot würde ich den CB Funk auch nicht bezeichnen, hab in meiner Gegend die glückliche Lage viele aktive CBler zu haben.
Aber irgendwas ist faul im Staate Dänemark (hoffe, das Zitat ist richtig, will niemanden beleidigen, am wenigsten die Dänen. Denn wie sang Otto schon? Sieh im Krankenhaus, im Spiegel dein Gesicht, und du siehst ein, Dänen lügen nicht.)
Ich glaube eher, daß der Gemeinschaftsgeist etwas abhanden gekommen ist.

73 Günter




Titel: Re: Geringe Beteiligung an den Notfunkübungen
Beitrag von: kml am 11.Oktober.2021, 11:08:05
Hallo!

Die erste Übung war doch an einem Feiertag?

Die beiden letzten an Samstagen, und da arbeiten manche noch um die Zeit.



73
kml


Titel: Re: Geringe Beteiligung an den Notfunkübungen
Beitrag von: MacGyver am 13.Oktober.2021, 06:22:30
Guten Morgen,

von meiner Warte aus sind mehrere Gründe, weshalb die Beteiligung so gering ist:

  • Desinteresse
  • alte offene Gräben "bloss ned mit die Krawattenfunker reden"
  • Bequemlichkeit, wie Frequenzwaschl schon sagte.
  • es gibt kaum noch aktive CB-Funker
  • zu wenig Werbung oder in den "falschen" Medien
  • Mentalität: "erst jammern, dann Chance nicht nutzen"

Evtl. scheiterte es auch daran, das nicht alle in der passenden FB - Gruppe oder hier im Forum sind. Das sollten wir bei der nächsten Übung berücksichtigen.
Also Werbung zb.: in den div. Funkrunden machen, auf Funkbasis.de und div. andern CB-Funkgruppen auf FB.
Kurzfristige und Krankheitsbedingte Absagen muss man hinnehmen. Das traf auch die ALLS, dort war Peter am Übungstag alleine.

In punkto arbeiten kann ich nur teilweise zustimmen. Beruflich bedingt trifft es mich regelmässig, das ich samstags arbeiten muss wenn eine Übung oder Veranstaltung läuft.
Doch mit ein bisserl Willen lässt sich das vorplanen, das eine Teilnahme mögl. ist.

vy 73 de Martin


Titel: Re: Geringe Beteiligung an den Notfunkübungen
Beitrag von: Stefan am 27.November.2021, 18:14:35
Hallo,

Bei den letzten Notfunkübungen hatten wir immer Stationen die aktiv gestört haben. Nachzulesen ist das bei den Notfunkübungen hier im Forum.

Daher ist mein Interesse  an CB Funk und aktiver Teilnahme bei Notfunkübungen gleich 0.

Hoffe im Ernstfall das die Abläufe ohne Übung funktionieren werden.

In diesem Sinne ein Dankeschön an störenden Stationen die sich jeden Tag auf Kanal 9 treffen im Großraum Wien. Diese haben maßgeblich zum Ende von Notfunkübungen beigetragen.

CB Funkgeräte sind nicht mehr aktiv und werden erst im Ernstfall wieder aufgebaut.

Lg,
Stefan


Titel: Re: Geringe Beteiligung an den Notfunkübungen
Beitrag von: Frequenzwaschl am 29.November.2021, 13:18:53
serwas

"schod drum"

73 helmut


Titel: Re: Geringe Beteiligung an den Notfunkübungen
Beitrag von: Mup-Home am 29.November.2021, 16:46:58
Genauso ist es eben SCHADE!
Ich hab auch mein ganzes Zeug weg gegeben doch notfalls kann ich ja mit meinem FT-450D auch noch arbeiten.
Gruß Peter


Titel: Re: Geringe Beteiligung an den Notfunkübungen
Beitrag von: heimdal am 29.November.2021, 20:43:14

von meiner Warte aus sind mehrere Gründe, weshalb die Beteiligung so gering ist:

  • Desinteresse
  • alte offene Gräben "bloss ned mit die Krawattenfunker reden"
  • Bequemlichkeit, wie Frequenzwaschl schon sagte.
  • es gibt kaum noch aktive CB-Funker
  • zu wenig Werbung oder in den "falschen" Medien
  • Mentalität: "erst jammern, dann Chance nicht nutzen"


Aha, ich denke dass Antiphatie gewissen Personen gegenüber hier im Forum auch eine große Rolle spielt …..
Darunter leiden dann leider engagierte Personen, wie zB. Atlantis.


Titel: Re: Geringe Beteiligung an den Notfunkübungen
Beitrag von: MacGyver am 02.Dezember.2021, 16:20:37
Wenn nur der Antipathie wegen eine sinnvolle Übung boykottiert wird, dann sollten sich der/diejenigen fragen, ob das Hobby Funk für den/diejenigen geeignet ist.
Wir hatten schon einzelne Forumsmitglieder, die zutiefst beleidigt waren, weil sich hier lizensierte mit lizenzfreien austauschen.
Der Frequenz ist es bekanntlich wurscht, ob du die Lizenz hast. Das Hobby sollte verbinden, nicht entzweien.

Die Übung an sich hat meines erachtens ohnehin nur den Zweck, mögliche Probleme aufzudecken und daraus zu lernen/Besserungspotential zu erkennen.
z.B.. Ich stand damals mit dem Wohnwagen am Pfefferbüchsel, Kurzwellenantenne G5RV konnte ich nicht aufziehen.

Erkenntnis 1: ich benötige eine Breitbandantenne 2-30MHz für Urlaub/Camping/mobilen Notfunk
Erkenntnis 2: ich benötige eine alternative Spannungsversorgung für den Wohnwagen ==> Powerstation mit Solarpanel und/oder Generator. (habe ich nunmehr beides)
Erkenntnis 3: beim arbeiten/zur Verfügung stellen als Verbindungstation CB/AFU bedarf es einer 2 Person und zum. Notebook und/oder Notizblock.
Erkenntnis 4: für mobiles Arbeiten benötige ich eine vernünftige stabile Antennenlösung/fixierung am Wohnwagen.

vy 73 de Martin
 
Ich hoffe, das es im Bedarfsfall dann wirklich klappt.


Titel: Re: Geringe Beteiligung an den Notfunkübungen
Beitrag von: 2PZ am 21.Dezember.2021, 13:55:03
Nachdem ich ne Zeit lang recht intensiv daran beteiligt war das Existieren des Notfunks im CB und auch PMR (Prepperszene) mit bzw. erneut anzustacheln, hier auch mal von mir die Info warum ich nicht teilnehme bzw. meine Aktivitäten sich dermaßen gegen Null bewegt haben:

1. Diskrepanzen mit dem AFU die sich mehrfach gezeigt haben, auch bei persönlichen Treffen
Damit sind keine Streitereien gemeint. Im Gegenteil, ich fand die Herrschaften die beim Treffen damals in dem Cafe mit dabei waren total sympathisch und den Austausch hochspannend, hat man mir sicher angemerkt. Ja es hat auch das Interesse an einer Lizenz massiv gesteigert aber genau das ist das Problem. Das Treffen artete aus in ein Anwerben vom AFU und zeitgleich wurde eine Notfunk-"Lösung" gezeigt, bei der PMR mit eingebunden wurde, die den CB vernachlässigt und quasi als entgültig und einzig sinnvoll hingestellt wurde.
Vielleicht ist sie das auch, aber Diskussionsbereitschaft zu genau diesem Punkt, auch mit der Bereitschaft das zu adaptieren, herrschte hierzu seitens den beiden AFU-Gäste (ich möchte hier nicht öffentlich Namen nennen) nicht so wirklich.. Es wurde quasi "vom AFU" den CB´lern erklärt wie wir es alle in Zukunft machen (und nicht machen könnten).
Ich möchte aber nochmal festhalten, dass das nicht persönlich gemeint ist, mir waren alle Teilnehmer sehr sympathisch, lediglich der Punkt weshalb wir dort waren, der fand irgendwie nicht so seinen Platz.
Diese Haltung hat mir irgendwie dann nach ein paar Wochen drüber Grübeln die Lust an der Lizenz gedämpft (nicht genommen..) und auch an jeglicher Notfunkübung, weil mir klar wurde, dass die zwar innerhalb von CB spannend sein kann, aber der AFU davon nie ernsthaft Gebrauch machen wird.
Vielleicht irre ich mich, aber das war das Bild welches ich bekommen hab (damit stand ich auch nicht allein.)

2. bisher hatte ich zu den Terminen tatsächlich immer Dienst oder kam zumindest grad vom Nachtdienst nach Hause, da steige ich dann nicht mehr freiwillig ins Auto.. aber mitmachen wollte ich schon auch mal, auch nach dem oben genannten Termin. Einfach auch nur des Funken wegens.

3. Bin ich mit einigen Aspekten nicht einverstanden die für die Notfunkübung verwendet werden. Kanal 9 sollte meiner Meinung nach dafür nicht genutzt werden..
Ebenso sollte man den Vorteil von SSB nutzen, dass Funker die entsprechenden Geräte (noch) nicht haben, ist für mich kein Argument, wir dürfen SSB nutzen, es hat einen großen Vorteil, also lasst uns das forcieren und davon profitieren.
Datenfunk ebenso, aber damit kenne ich mich im Moment noch nicht so gut aus, gibt es Verfahren wie WSPR die sehr weit gehen, die bei CB anwendbar sind?
Sich auf FM zu beschränken halte ich für einen Fehler.
Das größte Problem sind jedoch fehlende Relais.. hier müssen sich die gesetzl. Regelungen unbedingt ändern.

4. Muss ich extra meinen Standort verlassen um "Notfunk" zu betreiben.
Tue ich das, bin ich so nah an den für mich relevantesten Bekannten dran, der mich in einer Notsituation interessiert (ein Freund und mein Bruder), dass ich gleich weitergehen oder fahren kann. Da beißt sich die Katze in den Schwanz, oder wie es heißt..

Abschließend:
Das heisst nicht, dass ich am Projekt Notfunk nicht interessiert bin, es liegt am ehesten an der Zeit (das wird sich mit Februar wahrscheinlich ändern), aber die restlichen Punkte stehen für mich halt im Raum und ich weiss nicht, wie ein CB Funk in einer Krise als vorher beübter Notfunk sinnvoll eingesetzt werden kann, wenn weder die offiziellen AFU Vertreter noch Behörden ernsthaftes Interesse daran haben, den CB Funk mit einzubinden. (Ich verstehe deren Kritikpunkte rechtlicher Natur, halte sie aber für vorgeschoben.)

Außerdem hab ich an den geeigneten Orten keine Bäume in denen ich eine Drahtantenne hochwerfen kann.. unglaublich -.-

Lg Jürgen


Titel: Re: Geringe Beteiligung an den Notfunkübungen
Beitrag von: MacGyver am 21.Dezember.2021, 20:14:43
In einigen Punkten gebe ich dir recht, Jürgen. Zu dem von Dir erwähnten Treffen möchte ich jedoch folgendes anmerken:

zu 1.)
Die Funklösung wie wir es in der Zukunft machen, basiert auf den Notfunkkonzept 2025, das von der Landesregierung Niederösterreich beauftragt wurde.

https://oe3.oevsv.at/amateurfunk/notfunk/notfunk-noe-2025/ (https://oe3.oevsv.at/amateurfunk/notfunk/notfunk-noe-2025/)

Dabei besteht das Ziel, das die Bevölkerung als "letzte Meile/letzte Ebene" mit eingebunden wird.
Das hier der Fokus auf PMR liegt, wird wohl dem geschuldet sein, das die PMR - Geräte in der Bevölkerung weiter verbreitet sind und die Reichweiter überschaubar ist.
Es soll und wird davon Gebrauch gemacht werden.

zu 2.)
Da geht es mir oft nicht anders. Doch jede Hand  zählt im Bedarfsfall.

zu 3.)
Das mit Kanal 9 ist so eine Sache. Zum einen ist er bei nahezu allen mir bekannten Geräten als Prio - Kanal eingestellt. Zum anderen wird die 9 FM auch von einschlägigen Medien publiziert, sowie in der
DACH - Region von AFU 's mitgehört. Auf der anderen Seite, da gebe ich dir recht, sollte der Kanal von längeren Gesprächen frei bleiben.
Relais sind bei uns für 11m nicht erlaubt, leider. Es darf jedoch bezweifelt werden, das sich diese Situation in naher Zukunft ändert. Zu wenig Lobby, Anwender und Bedarf.

SSB im CB - Notfunk, ja könnten wir verwenden. Bitte allerdings auch zu bedenken, das die SSB-tauglichen Geräte nicht so weit verbreitet sind. Im Bedarfsfall werden etliche, teilweise uralte Geräte aufpoppen, die nur K 4 - 12 AM oder nur FM können oder ähnliches. Da hilft uns SSB auch nicht.

zu 4.)
Da möchte ich dir widersprechen. Notfunk passiert dort, wo der Notfall ist. Wenn du von daheim über Funk einen Notruf absetzt, dann machst du bereits Notfunk. Fraglich wird wohl sein, wie weit die Reichweite ist.
Lt. dem Konzept 2025 sollte es bis zur Gemeinde/Infoinsel/Feuerwehr reichen.

lg Martin


Titel: Re: Geringe Beteiligung an den Notfunkübungen
Beitrag von: 2PZ am 22.Dezember.2021, 18:25:16
Hi MacGyver,

danke für deine Rückmeldung, dachte mir bereits es ist praktisch,wenn ich die Punkte nummeriere :)

1.
Das Notfunkkonzept 2025 ist dem was besprochen wurde sehr ähnlich, so ganz ohne Unterton liest sich das auch sinnvoller als es beim Treffen kommuniziert wurde.Einziges Problem welches ich sehe und schon beim Treffen bemängelt habe -->
wieso gibt man einem CB Funker nicht die Möglichkeit, dies so mit aufzubauen, dass Ortschaften die keinen AFU haben per CB an die nächste Ortschaft angebunden werden können? Dies wurde beim treffen wegen rechtlichen Gründen abgelehnt und wieder mal an den Erwerb der Lizenz erinnert.. immer wieder. In meinem Ort gibt es soweit mir bekannt, keinen AFU und soweit mir bekannt, bin ich sogar überhaupt der einzige Funker im Ort. Könnte unser Gemeindeamt problemlos mit Nachbarortschaften die einen AFU haben verbinden - ist aber unerwünscht. Finde ich halt nicht sinnvoll, hier direkt wieder daran vorbei zu arbeiten. Ja ich mach vermutlich irgendwann die Prüfung, aber sicher nicht dewegen.
Vorausgesetzt meine Dachantenne wird endlich bewilligt.

Mir stellt sich noch die Frage, wieso LPD mit dabei steht? Den gibt es in AT doch garnicht?

4.
Genau das ist das Problem..
Ja, zur Feuerwehr und Gemeindeamt komm ich, sind in Papierfliegerreichweite und ich genau dazwischen. Aber was macht die Feuerwehr oder das Gemeindeamt ohne einem Amateurfunker? Die haben weder PMR noch CB Geräte. Und genau das meinte ich beim Treffen damals, warum kann nicht auch ein CB Funker die Infrastruktur IM Ort und  eine Verbindung zu einem nächsten Ort in dem ein AFU sitzt aufbauen?
Mit einer Dachantenne würde ich mit CB den gesamten Ort abdecken, was weder die Feuerwehr noch das Gemeindeamt kann und wird, auch nicht mit PMR. Ob die Feuerwehr in der Lage ist Funkverbindungen zu anderen Ortschaften bei einem Infrastrukturausfall aufzubauen weiss ich garnicht, was nutzen die? 6m? 70cm-Tetra? Wenns TETRA ist hab ich nämlich so meine Zweifel.. wäre interessant zu wissen.

Die Grundidee war nie schlecht, aber es läuft darauf hinaus, dass jeder der mehr machen will als selbst um "Hilfe" oder Infos zu bitten, gefälligst AFU sein soll.. Und das halte ich nicht für realistisch.
Im Ernstfall gibt es in meinem Ort niemanden, der eine Verbindung mit einem anderen Ort aufbauen kann, maximal die Feuerwehr und die haben dann sicher andere Sorgen..

bzgl. SSB:
wie vorweg genommen, für mich kein Argument. Im Moment haben auch viele kein Funkgerät, deshalb keines bereit zu halten ist das selbe Beispiel..
Es ist erlaubt, interessierte sollten die Möglichkeit bekommen, wenn schon die techn. Gegebenheiten es hergeben, als Bindeglied zwischen Ortschaften arbeiten zu dürfen, mit CB ohne Lizenz. Es gibt keinen Grund der das ausschließen sollte und grad hier bietet sich SSB dann an.

Lg Jürgen


Titel: Re: Geringe Beteiligung an den Notfunkübungen
Beitrag von: Atlantis am 30.Dezember.2021, 19:08:53
Grüß Euch!

Einige Anmerkungen von mir.
Warum ist LPD (Low Power Device) im Notfunkkonzept 2025? LPD ist/war eine Funkanwendung ähnlich den PMR 446 aber mit noch geringerer Leistung und lag mit seinen Kanälen innerhalb eines Amateurfunkbandes. Und LPD gabs zumindest mal in Ö. Ich hab noch ein Kombigerät PMR & LPD.

Zum damaligen Treffen (Notfallstammtisch in Ebreichsdorf), ja, war mir persönlich auch zuviel nur Werbung "Komm zum Amateurfunk". War von mir als Veranstalter des Treffens so nicht geplant. Werde, so das große C mal vorübergeht und wir wieder solche Stammtische abhalten können, bei der Wahl der geladenen Gäste sorgfältiger sein.

Zum Kanal 9, ich versteh einfach nicht, warum man sich so auf den 9er festbeißt (komischerweise meist dann wenn AFUs in der Planung mitinkludiert sind, so meine Beobachtung). Sollte großflächig geübt werden ist es sowieso unumgänglich auf mehreren Kanälen zu arbeiten. Siehe zB. https://www.cb-funk.at/forum/index.php/topic,1243.0.html. Und selbst wenn es eine kleinregionale Übung ist, so kann man doch locker auf die 8 oder 10 ausweichen. Beim großen Bruder (AFU) heißt es ja auch +/- QRM. Dort kann man ausweichen, hier im CB Funk auf einmal nicht? Erschließt sich mir nicht.

SSB Nutzung sehe ich nur eingeschränkt, zB zwischen verschiedenen Leitstellen, da SSB bei den meisten CBlern eher nur beim "harten Kern" im Einsatz ist. Die meisten anderen CBler verwenden FM (preisgünstiger beim Einstieg ins Funkhobby).
Ebenso die Verwendung von digitalen Anwendungen, da hab ich selbst beispielsweise keinerlei Erfahrungen, da ich diese micht nutze. Aber bei Vorhandensein in den Leitstellen, warum nicht? Schließt eine Fehlerquelle (Phonie) aus.

Sollte sich mein Gesundheitszustand zum Besseren wenden, können wir nächstes Jahr auch mal wieder eine Notfunkübung abhalten. Mal schauen, Lust hätt ich schon.

73 Günter


Titel: Re: Geringe Beteiligung an den Notfunkübungen
Beitrag von: Frequenzwaschl am 30.Dezember.2021, 20:15:38
Sers Atlantis

Meiner Meinung nach:

Lpd: kann ich auch nicht verstehen, naujo, mit 1 Watt vieleicht brauchbar, aber wieviele haben noch LPD-Geräte?
PMR: ist ok, hat fast jeder Haushalt mit Kindern, und ist auch relativ günstig erwerbbar
CB-Funk: Ich finde, daß jedes Bundesland einen eigenen Notfunkkanal benötigen würde. Sonst geht ja wieder nix. bzw man könnte im echten Notfal ja auch auf Kanal 41-80 ausweichen. ( hat auch fast jeder)
SSB: bedingt geeignet, das haben auch eine überschaubare Zahl von CB-Funkern , bzw was bringt mir eine Info aus 80Km entfernung, die mich eigentlich nicht betrift.

Ich finde auch, Kanal 9 ist kein Mußkanal für den Notfunk.

Afu: ohne die wirds aber nicht funktionieren, Relais usw.

73 helmut


Titel: Re: Geringe Beteiligung an den Notfunkübungen
Beitrag von: 2PZ am 30.Dezember.2021, 22:23:09
Ich werde, trotz meiner Meinung nach begründeter Skepsis, versuchen beim nächsten Mal dabei zu sein.
Ab Mai bekomme ich "normale" Dienste und dann ist das kein Problem mehr.


Titel: Re: Geringe Beteiligung an den Notfunkübungen
Beitrag von: Mia am 31.Dezember.2021, 12:12:44
Ich geb zu ich bin heute ziemlich müde, war gestern bis halb 3 Nachts am Funk :)
Was ist der Sinn so einer Übung? Ich weiß ja wie weit ich komme und welche Leute ich erreiche, das muss ich nicht üben...oder hab ich da was falsch verstanden?

73 und einen guten Rutsch!


Titel: Re: Geringe Beteiligung an den Notfunkübungen
Beitrag von: MacGyver am 01.Januar.2022, 10:37:18
Der Sinn einer solchen Übung besteht darin, die Betriebstechnik zu verfeinern und mit einer Leitstelle zusammen zu arbeiten.
Beim täglich gebräuchlichen Funk rufst rein, es meldet sich jemand, du machst den QSO.
Im Betrieb mit der Leitstelle läuft das anders ab:
Die Leitstelle ruft, identifiziert sich als Leitstelle. Du meldest dich an, das du verfügbar bist. Dann rufst du nur mehr rein, wenn die Leitstelle dich ruft. Ebenso musst du dich "offiziell" abmelden, wenn du weggehst. (Klo, essen, Schlafen,...)

Das gehört im Ablauf geübt. Wenn 20 Leute gleichzeitig rufen, dann herrscht nur Chaos.

vy 73 de MArtin


Titel: Re: Geringe Beteiligung an den Notfunkübungen
Beitrag von: Mia am 01.Januar.2022, 15:13:54
Danke für die Info!
73


Titel: Re: Geringe Beteiligung an den Notfunkübungen
Beitrag von: 2PZ am 02.Januar.2022, 00:20:54
Auch der ganze "Sprech" ist etwas anders gehalten. Knapper, kein "blabla", bitte und Danke sind nicht erwünscht oder zumindest unnötig.
Wobei ich nicht beurteilen kann, wie ernst und wie streng das bei den letzten Übungen so gehalten wurde.

Es ist halt ein an einen sehr ernsten Zweck gebundener Informationsaustausch und ein Beüben der Technik.


Titel: Re: Geringe Beteiligung an den Notfunkübungen
Beitrag von: MacGyver am 02.Januar.2022, 10:29:20
Was mir heute noch dazu eingefallen ist: die Leitstelle führt durch und beendet das Gespräch.
Im Rahmen der Übung habe ich zb Koordinaten und einen Pegelstand durchgegeben.
Die ständigen Wiederholungen waren auch für mich neu/ungewohnt.
Ich konnte nicht einfach die Zahlen durchgeben, sondern musste das aufteilen. davor das ganze ankündigen.
Nach Nennung meines Rufzeichens gab ich demnach durch "Ich habe einen Pegelstand für sie mit Koordinaten, Anfrage schreibbereit?"
Leitstelle" schreibbereit" => "Es folgt Satz 1, Leitha, Lima Echo India Tango Hotel Alpha, 20cm, Frage verstanden?" "Verstanden"
"Satz 2 15,035763 Nord, Frage verstanden?" "verstümmelt, wiederholen" etc.

Bis ich die Koordinaten und Pegelstände von 2 Flüssen durchgegeben hatte, war das für beide stellen spürbar herausfordernd.
Was mir damals noch nciht bewusst war: auch Kleinigkeiten wie Sprechtempo, "nuscheln" können zu Fehlern führen.

Allerdings hilft es niemand, wenn die Leitstelle unklare/verstümmelte Meldungen/Informationen bekommt.
Auch das ist eben der Sinn der Übung(en)
Betriebstechnik üben, Buchstabieren üben, Abläufe üben.
Gerätschaften beüben. Zusammenarbeit beüben.

Für mich war viel neues dabei. Zudem kam der Spass nciht zu kurz.
Wir standen am Pfefferbüchsel bei strahlendem Sonnenschein, als über das Kahlenbergrelais der stündliche Bulletin kam mit der Durchsage, das in Wen aufgrund heftiger Regenfälle der Stromweg ist. Zu dem Zeitpunkt kamen ein paar Friedhofsbesucher vorbei. Die haben recht blöd dreingeschaut, wie sie das gehört haben  :D

vy 73 de Martin


Titel: Re: Geringe Beteiligung an den Notfunkübungen
Beitrag von: 2PZ am 02.Januar.2022, 10:56:38
Okok, das gefällt mir, wie du den "Sprech" beschreibst.. sehr sogar.
Ich nehme stark an, viele haben sich nicht an solche Gesprächsabläufe gehalten, oder?

Kann mir gut vorstellen, wie die Passanten dreingeschaut haben  :D

lg Jürgen


Titel: Re: Geringe Beteiligung an den Notfunkübungen
Beitrag von: Atlantis am 02.Januar.2022, 11:29:05
Ja, die Sprechgeschwindigkeit, da stolperten auch alte Hasen drüber :)

Aber so eine Übung, die hat auch noch andere Ziele. ZB weckst du damit auch das Interesse (so rechtzeitig und breit angekündigt) einiger Prepper und hilfst ihnen, ihre Anlage besser kennenzulernen (in der Hoffnung, das manche von ihnen auch "richtige" CBler werden ;)). Auch im Forum lockst du so mehr Funker wieder mal auf die Frequenz.

Oder die Erkenntnis, das bei Verwendung mehrer Funkgeräte simultan (MacGyver und ich hatten teils 3 Geräte gleichzeitig im Einsatz und das in einem relativ kleinen Wohnwagen als Basisstation) eventuell mit Kopfhörern gearbeitet werden sollte.

Oder, das die passenden Adapter mit sein sollten (ich verwende eigentlich ausschließlich PowerPole für die Stromversorgung. Wenn ich beispielsweise mit einer Station zusammenarbeite der mit Bananensteckern arbeitet, gäbe das ein Problem wenn wir die Stromversorgung umschalten müssten).

Und sei's nur die Erkenntnis, das eine Hochantenne am Masten oben besser funktioniert, wenn sie auch ans Kabel angeschlossen wurde :o (muß mir da an die eigene Nase greifen)

73 Günter